Heilpraktiker

Wer aus der Berufung anderen Menschen zu helfen einen Beruf machen möchte aber nicht über die schulischen Grundvoraussetzungen verfügt Arzt zu werden, kann sich für die Ausbildung zum Heilpraktiker entschließen. Immer mehr Patienten suchen zur Linderung ihrer Beschwerden alternative Behandlungsmethoden. Nach einer erfolgreichen Heilpraktikerausbildung kann diesen Menschen mit Homöopathie oder Akupunktur aber auch mit anderen klassischen Naturheilverfahren geholfen werden.

Da es in Deutschland aber keine geregelte Ausbildung zum Heilpraktiker gibt, genügt als schulische Voraussetzung ein guter Hauptschulabschluss oder der Abschluss an einer Realschule. Nach der Feststellung der geistigen und körperlichen Eignung durch ein ärztliches Attest und ein polizeiliches Führungszeugnis, muss vor einer Zulassung eine schriftliche und mündliche Überprüfung abgelegt werden. Selbstverständlich sollten diese Überprüfungen nicht unvorbereitet angegangen werden. Viele private Schulen bieten eine kostenpflichtige Heilpraktikerausbildung an, die zwischen 12 und 36 Monaten dauern kann.

Die Heilpraktikerausbildung wird in vielen privaten Schulen in 3 verschiedene Stufen eingeteilt. In der 1. Stufe erlernen die angehenden Heilpraktiker die Grundkenntnisse der Anatomie, Pathologie, Diagnose und Therapie, die auf der Schulmedizin basieren. Auszubildende, die über eine medizinische Vorbildung verfügen, wie beispielsweise Sanitäter oder Arzthelferinnen haben hier klare Vorteile. Die 2. Stufe beinhaltet die Spezialisierung. Hierzu zählt beispielsweise Akupunktur, Irisdiagnose oder die homöopathische Behandlung. Die 3. Stufe ist praxisorientiert und beinhaltet eine schriftliche und eine mündliche Prüfung, die aber nur über den Lernerfolg informiert und für die Überprüfung vor einem Gesundheitsamt nicht benötigt wird.

Klassische Behandlungsmethoden, wie das Verschreiben von Medikamenten, die Behandlung von Infektionskrankheiten oder die Geburtshilfe sind Heilpraktikern nicht gestattet. Der Beruf des Heilpraktikers muss sich daher auf alternative Behandlungsmethoden beschränken. So ist es von Vorteil sich auf verschiedene Behandlungen und Behandlungsmethoden zu spezialisieren. Neben der Homöopathie oder Akupunktur ist auch die Ausübung der Psychotherapie und Physiotherapie ohne Einschränkungen gestattet.